Marie Ebner von Eschenbach, Schlösser und Museen in Mähren mit Abstechern in die böhmische und slowakische Nachbarschaft!
Auf den Spuren der Grafen Buquoi, der Schriftstellerin Marie Freiin Ebner v. Eschenbach, Franz Stefan von Lothringen und Maria Theresia begeben wir uns auf dieser dreitägigen Landeskundereise nach Mähren und machen uns ein Bild von den bemerkenswerten Restaurierungsfortschritten, die zahlreiche Schlösser und Kulturstätten dort seit 1989 zu verzeichnen haben. Wie äußerst prekär und traurig die Zeit von 1945 bis 1989 für den Erhalt des Kulturguts war, führt ein Bericht des gebürtigen Pragers und später an der Akademie der Wissenschaften tätigen Professors Jiri Kuthan mit dem Titel „Vom Zustand unseres Kulturerbes – Oder: Die Klage der böhmischen Krone“, in der vom Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München herausgegebenen Kunstchronik (Ausgabe 43. Jg. 1990, Heft 7, S. 304-317) auf bedauernswerte Weise vor Augen. Umso vorbildlicher und bewunderungswürdiger sind die Leistungen von öffentlichen Stellen und Privaten seither.
1. Tag: Fahrt nach Nové Hrady in Gratzen. Besichtigung des ehemals im Eigentum der Grafen Buquoi befindlichen Schlosses. Weiterfahrt in Richtung Brünn, Mittagessen in Lysice/Lissitz samt anschließender Besichtigung des Schlosses mit Bibliothek und Park der Grafen Dubsky sowie Freiin Ebner von Eschenbach. Übernachtung im Raum Vyškov/ Wischau.
2. Tag: Führung durch das Schloss Zdislavice/ Zdislawitz mit Besichtigung des nahe gelegenen Gruft-Gebäudes. Weiterfahrt nach Hoštice/Hostitz, wo neben dem Schloss auch die im Garten befindliche Denkmalbüste von Marie von Ebner- Eschenbach bestaunt werden kann. Nach Weiterfahrt nach Buchlovice/ Buchlowitz folgen Führungen durch Burg und Schloss. Übernachtung im Raum Velehrad/Welehrad, dem bedeutenden Wallfahrtsort Mährens.
3. Tag: Fahrt zum Schloss Milotice/Milotitz der Grafen Serényi von Kis-Serény, später Seilern-Aspang und Führung durch den gigantischen Festsaal. Weiterfahrt nach Holíč/Holitsch zum Lieblingsschloss von Franz Stefan v. Lothringen und Maria Teresia. In der Schlosskapelle sind die beiden originalen Betbänke zu sehen, die vor wenigen Jahren in einem Stadl entdeckt wurden. Als Besonderheit können außerdem zwei Bahnen der barocken chinesischen Ledertapete, sowie außen vor dem Gebäude der einst berühmten kaiserlichen Majolikafabrik die in Europa östlichsten Menhir-Reste eines monolithischen „Hinkelsteins“ bestaunt werden. Weiterfahrt nach Skalica/ Skalitz und Besichtigung der Georgsrotunde. Anschließend Abendessen und Antritt der Rückfahrt.